Fussball
Juni 17, 2010Eine Fußballnäherin in Pakistan
Parveen Bibi ist 26 Jahre alt und lebt in der Stadt Sialkot, im Osten von Pakistan. Sie ist unverheiratet und wohnt zusammen mit zwei ihrer Schwestern, ihren drei Brüdern, zwei Schwägerinnen und fünf Nichten und Neffen bei ihren Eltern. Wie man Fußbälle näht, hat sie von ihrer Schwägerin gelernt, die schon länger in diesem Beruf arbeitet. Sialkot ist ein Zentrum der Sportartikelindustrie. Dort werden rund 70 Prozent aller weltweit vertriebenen Fußbälle hergestellt.
Monatsverdienst, Monatsgrundkosten, Altersvorsorge
Parveen Bibi braucht rund anderthalb Stunden, um einen Ball zu nähen. Pro Ball erhält sie 46 Cent. Im Monat kommt sie so auf ein Einkommen von etwa 45 Euro. Da sie bei ihren Eltern lebt, hat sie keine fixen Kosten. Dafür gibt sie den größten Teil ihres Verdienstes ab, er geht in den Haushalt der Großfamilie ein. Ihre Eltern legen davon etwas für Bibis Mitgift zurück. Ihre Ehe soll auch ihre Altersvorsorge sein. Eine Krankenversicherung hat sie nicht, aber sie wird in dem von ihrem Arbeitgeber gestellten Gesundheitszentrum kostenlos behandelt.
Was bedeutet Ihnen Arbeit?
“Meine Arbeit hilft dabei, dass meine jüngeren Geschwister zur Schule gehen können. Deshalb bedeutet sie mir sehr viel.”

