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Kapitalismus

Mai 9, 2012

Der Kapitalismus hat sich bislang nicht in einer ihn abwärtsziehenden Krise selbst umgebracht. Aus jeder Krise trat er gestärkt hervor.

Das ist nur manchmal schwer zu verstehen, weil Auf- und Abstiege allmählich vor sich gehen – und der Mensch auf Langfristiges gar nicht angelegt ist.

Der Kapitalismus braucht sogar dringend Krisen. Er fordert sie heraus, um zu lernen, sich von Ballast zu befreien und besser zu werden.

Krisen sind der schöpferische Zerstörungsprozess des Systems selbst, und der Kapitalismus ist demnach eine Innovationsmaschine mit eingebauter Entkalkungsautomatik.
Jede Krise macht ihn besser.
Ein perfektes System.

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Bewegung

Oktober 19, 2011

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Der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, wurde heute in der Alten Oper mit einem Festakt verabschiedet. Unter den Gästen Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy + natürlich Ackermann & Co.

Anlass genug, um als friedliche um Kommunikation bemühte Sympathisantin der OCCUPY Bewegung, an der Demonstration auf dem Opernplatz teilzunehmen.

Von Passanten wurde ich vielfach gefragt, was das hier soll und wogegen man ist?

Eine Antwort darauf zu finden ist nicht ganz trivial. Irgendwie geht es um alles, ein globaler Change. Das macht die Sache so komplex.

Keiner blickt mehr durch. Finanzkrise, Eurokrise, Bankenkrise, Schuldenkrise, etc..

Wir haben eine Finanz.Systemkrise 5.0 und das ist echt ein Problem und treibt die Menschen auf die Straße.

Auf meiner “Krisen”-Research entdeckte ich eine hilfreiche Animation, die leicht verständlich die Grundlagen der Funktion unseres Geldsystems und die Rolle der Banken spiegelt. Und ein Video, was sich mit unserem Konsum beschäftigt. Ω Story of Stuff – Wo kommt das Zeug her?

Ich hoffe, damit ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen.

Seit Samstag, 15.10.2011 ist die Bewegung in Frankfurt angekommen. Der Platz vor der europäischen Zentralbank steht unter dem Motto “yes, we camp“.

Im Juli 2011 schlug die Redaktion der kanadischen antikonsumeristischen Adbusters-Zeitschrift vor, angesichts der wachsenden Schere zwischen Arm und Reich die Wall Street zu besetzen. Als Protestbeginn schlugen sie den 17. September, den Verfassungstag der USA vor. Die Idee wurde von vielen Aktivisten aufgegriffen und am 17. September wurde die Wall Street tatsächlich besetzt. So begann die Protestbewegung “Occupy Wall Street”, die inzwischen zahlreiche Länder erfasst hat.

Doch die Wurzeln der Occupy-Bewegung sind vielfältiger. Zu Beginn des Jahres 2011 wurde die Weltöffentlichkeit von mehreren demokratischen Proteste in arabischen und nordafrikanischen Ländern überrascht. Im Sommer begannen in krisengebeutelten europäischen Ländern Proteste gegen Einsparungen durch die Regierungen. Der Tenor: Banken bekommen in der Krise Milliardensummen zugesprochen während Renten und Sozialausgaben gekürzt werden.

Schon im Mai gab es von den spanischen Protestierenden den Aufruf für einen weltweiten Protest am 15. Oktober. Und so kam es. An diesem Tag gingen Menschen in fast 1.000 Städten in zahlreichen Ländern und Kontinenten auf die Straße.

Die Forderungen und Ziele der Bewegungen sind vielfältig, häufig geben sie auch vor, keine eindeutigen Ziele zu haben: Es geht um Partizipation, um Diskussion, um Gemeinsamkeit, um ein Unbehagen mit der Welt. Das Unbehagen wird durch den weltweit verbreiteten Slogan „We are the 99 percent“ ausgedrückt, dass trotz Demokratie und Freiheit eine kleine Anzahl von Menschen den Großteil der ökonomischen Produktionsmittel und der politischen Macht besitzen.

Geld arbeitet nicht.

“DIE MÄCHTIGSTE KRAFT DER WELT IST
EINE IDEE , DEREN ZEIT GEKOMMEN IST”

– Voltaire

fremd

Oktober 12, 2011

START-LOGOBILD-2„Fremd“

ist das Andere, das Unbekannte und das Ferne.

Oft stehen wir dem Fremden unsicher, verängstigt und skeptisch gegenüber.

Doch Fremdes kann auch neugierig machen und uns anspornen, sich ihm zu nähern und es zu entdecken.

Was uns fremd erscheint, ist vielleicht gar nicht so weit weg und steckt in scheinbar Vertrautem.

Die achte Ausgabe des Festivals Politik im Freien Theater will neugierig machen auf alles, was fremd ist.

Auch Batman hat klein angefangen

August 7, 2011

titelt die brandeins im august 2011.

Schwerpunkt: heimliche Helden

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HELDENLAND IST ABGEBRANNT

Es gibt kaum noch echte Helden. Das ist gefährlich. Warum, sagt der Geisteswissenschaftler Christian Schneider.

Interview: Oliver Link | Foto: Dieter Schwer

fantastischer Artikel!

Wer mich kennt, weiß es, ich liebe dieses Wirtschaftsmagazin. Dieses Magazin hat wesentlich meine ökologische & ökonomische Denk- und Handlungsweise geprägt, wir sind gefühlt immer auf Augenhöhe, sehr inspirierend. Danke brandeins! Denn es gibt was zum feiern, ja, Jubiläum.


Toll! 10 Jahre Selbst*ständig! + nicht nur ich feiere diese Zeit, sondern auch die, mit denen ich gewachsen bin.

MAINCAFE wird 10 Jahre! Danke Melanie & Felix tolles Projekt.

HELBLING wird 10 Jahre! Danke Dieter für die tollen Möglichkeiten.

und es gibt noch mehr … auch die Idee mit urban-society brauchte 10 Jahre!

 

hier ist der Artikel

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FrauenWM2011

Juli 12, 2011

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Das Sommermärchen 2011, Fußball-Frauen-Weltmeisterschaft.

Ein tolles Projekt und contributor ist dabei. Eine ausführliche Dokumention folgt.


Der 13. Juli 2011 ist nicht nur der Tag, an dem die Halbfinals ausgetragen werden, sondern auch, der Tag der Antidiskrimierung.

Homosexualität, schon immer ein schwieriges Thema beim Fussball.

Wir werden ein sichtbares Zeichen setzen.



Antidiskriminierung

Juni 30, 2011

Die FIFA hat bestätigt, dass Tatjana Haenni, die Verantwortliche für Frauenfussball-Wettbewerbe bei der FIFA, sich am Mittwoch, 29. Juni, in Frankfurt mit der nigerianischen Nationaltrainerin Eucharia Uche getroffen hat, um diese über Medienberichte zu angeblichen diskriminierenden Äußerungen zur Homosexualität zu informieren und mit ihr über das Thema zu sprechen.

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Im Anschluss an das Treffen wurden die Unterstellungen hinsichtlich dieser diskriminierenden Aussagen von der nigerianischen Trainerin im Rahmen einer am selben Tag stattfindenden Pressekonferenz mit Nachdruck zurückgewiesen.

Die FIFA möchte aus diesem Anlass noch einmal ihre Einstellung zu diskriminierenden Äußerungen oder Handlungen jeglicher Art deutlich machen und daran erinnern, dass der Weltfussballverband über seine unterschiedlichen Kommissionen und Komitees aktiv gegen jegliche Art von Diskriminierung im Fussball und in der Gesellschaft als Ganzes vorgeht.

Die FIFA organisiert Veranstaltungen wie die FIFA Konferenz über Rassismus im Fussball und den jährlich stattfindenden Tag gegen Diskriminierung und hat zudem bei zahlreichen Gelegenheiten ihr Engagement im Kampf gegen jegliche Art von Diskriminierung im Fussball deutlich gemacht.


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geht doch

Februar 16, 2011

Grenzen sind überwindbar, ein Beispiel aus Ost-Jerusalem zeigt dies deutlich.


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Fuad Abu Hamed brach gleich zweimal aus: aus den ärmlichen Verhältnissen seiner Kindheit und aus dem Korsett von Vorurteilen und Traditionen seines palästinensischen Dorfes.

Dabei hat er seinem Geburtsort nie den Rücken gekehrt. Er nimmt seine Gemeinde einfach mit.

- Hier würde sich jeder ohne Zögern am Blinddarm operieren lassen: gestandene Ärzte; Schwestern mit sorgfältigem Make-up unter dem Kopftuch; die Geräte modern, die Klinik blitzsauber, die Kittel makellos weiß, die Böden gewischt. So würde er wohl aussehen, der Set für eine arabische Ärzte-Soap. Doch das hier ist nicht die Kulisse einer Fernsehserie. Es ist die Klinik von Fuad Abu Hamed in Ostjerusalem.

Auch der Chef ginge als perfekte Besetzung vor der Kamera durch. Ein Mann, der es geschafft hat und gern vorführt. Schon zwei Kliniken betreibt Abu Hamed. Alles an ihm zeigt den Erfolg. Sein schwarzer Honda Accord mit Ledersitzen dürfte zu den größten Privatwagen der Gegend gehören. Zur dunklen Hose trägt er ein modisch gewagtes, violett kariertes Hemd mit lilafarbenen Manschetten und weißem Kragen, einen auffälligen goldenen Ring und am Handgelenk eine große Uhr. Alle paar Minuten klingelt das Smartphone in der kleinen Gürteltasche. Lächelnd bittet Abu Hamed dann um Nachsicht, wenn er das Gespräch annimmt. Selbst in seiner arabischen Muttersprache, die schnell sehr hart und aufgeregt klingt, wirkt er ruhig und überlegt.



Foto: Tanja Botthof, Betlehem Dez. 2010

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Leaks

Dezember 17, 2010

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Staaten haben keine Privatsphäre, sie haben Geheimnisse, auf die sie nicht sonderlich gut aufgepasst haben.

Wir schließen uns diesen Appell der Meinungsfreiheit an und hoffen, dass es sehr viele tun werden.


Denken – Interview mit G. Roth

Dezember 9, 2010

Anstrengung muss sich auch fürs Oberstübchen lohnen, sagt Gerhard Roth.

Ein Gespräch mit dem Hirnforscher über geistige Höchstleistungen und die Unmöglichkeit, Menschen mit logischen Argumenten zu motivieren.

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“Einer der größten Irrtümer ist es, zu glauben, Menschen würden ihr Verhalten ändern, wenn wir ihnen unsere logisch zwingenden Argumente nur hinreichend deutlich vermittelt haben. Dasselbe gilt für den Appell an die Einsicht. Das Gehirn fragt immer, bewusst oder unbewusst: “Was kriege ich dafür, das ich mich ändere?” Und wenn es darauf keine gute Antwort gibt, dann ändert sich der Mensch eben nicht” Gerhard Roth, Hirnforscher


Foto by: Matthew Lyons

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vernetzte Mode

November 24, 2010

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“Unsere Welt hat sich verändert, als Mode aufhörte, ein Vortrag zu sein, und begann, eine Unterhaltung zu werden.” Diese Worte sagte Suzy Menkes per Videobotschaft auf einem Symposium im Rahmen der Modemesse “Premium” in Berlin. Die Stimme der Modekritikerin der britischen Herald Tribune hat in der Branche Gewicht.

Foto Source: Jak&Jil

Ein interessanter Artikel über Modeblogger aus der Frankfurter Rundschau.